Schloss Britz - Immer ein Besuch wert

Das fast 300-jährige preußische Herrenhaus ist ein Juwel
in der Berliner Schlösserlandschaft. Die historischen Räume
zeigen sich im Gewand der Gründerzeit und werden für Ausstellungen, Konzerte und Gespräche genutzt. Gönnen Sie sich einen Spaziergang durch den 250-jährigen Gutspark. Wenn Sie ein hübsches Mädchen treffen, das traurig auf einen Stein sitzt und einen zerbrochenen Krug nachschaut, dann ist das »Milchmädchen« - eine Nachfertigung der Plastik aus dem Garten von Zarskoje Selo.

Schloss-Café
Im historischen Gewölbe des Schlosses und im kleinen Kaffeegarten vor dem Schloss werden Ihnen Kaffee, Kuchen und Getränke angeboten. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Führungen
Die Besichtigung der historischen Räume der Gründerzeit sind
dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr möglich. (Eintritt: 1,50 Euro)
An jeden ersten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr finden Führungen statt.
(Eintritt: 3 Euro, erm. 2 Euro)
Nach telefonischer Terminabsprache sind Sonderführungen (auch für Gruppen) möglich.
Für Schulklassen und Kindergruppen wird ein museumpädagogisches Programm angeboten.
Um Voranmeldung wird gebeten! Tel.: (0 30) 60 97 92 30.
Die kulturellen Veranstaltungen finden in den historischen Räumen, im Schlosspark oder im historischen Pferdestall statt und können unter Tel.:(0 30) 60 97 92 30 erfragt werden.

Kontakt
Schloss Britz
Alt-Britz 73, 12359 Berlin
Tel.: (0 30) 60 97 92 30, Fax: (0 30) 609 79 23 39
E-Mail: info@schlossbritz.de
Fahrverbindung: U7 Parchimer Allee,
dann Bus 144, 174, 181
Mehr Info

Von der Schulenburg Park

Der »Von der Schulenburg Park« am südlichen Teil der Sonnenallee wurde bereits 1913 als Grünfläche ausgewiesen. Er verdankt seine Existenz dem sumpfigen und tiefer liegenden Gelände, das für eine Bebauung ungeignet war und daher vermutlich schon nach dem ersten Weltkrieg als zentrale Grünanlage genutzt wurde. Der Park ist nach Rudolf Wilhelm Graf von der Schulenburg (Oberpräsident der Provinz Brandenburg von 1914 bis 1917) benannt.
Ab dem Jahre 1923 erfolgte die Gestaltung nach Plänen des Gartenbaudirektors Ottokar Wagler, der der Anlage sein heutiges Gesicht und seine beeindruckend klare Struktur gab.
Das Spiegelbecken, ein langes, rechteckiges Wasserbecken befindet sich im Zentrum des Parks. Wunderschöne Platanenalleen an den beiden Längsseiten und ein Jugendstielbrunnen (Märchenbrunnen) am südlichen Ende, runden das Gesamtbild ab.
Dieser Brunnen hatte eine lange und wechselvolle Geschichte. Er wurde schon 1915 von dem in Neukölln geborenen Bildhauer Ernst Moritz Geyger im Auftrag Neuköllns entworfen und als Gipsmodell fertig gestellt. Mit der Arbeit an der Muschelkalk-Fassung wurde vermutlich ab 1918 begonnen. Die Stadt Neukölln wollte damit ihren berühmten Künstler ehren und der Brunnen sollte auf dem Rathausplatz aufgestellt werden. Auf Grund politischer Machtspiele wurde der Brunnen erst 15 Jahre nach seiner Fertigstellung, 1934, im Schulenburgpark aufgestellt. Zur Einweihung erschienen zahlreiche Schulkinder in Märchenkostümen und somit bekam der Brunnen im Volksmund den Namen »Märchenbrunnen«

Während des Krieges sind die Bronzefiguren, die Putten in den Säulenschäften sowie der Hirsch, das Reh und das Kitz, eingeschmolzen worden. Nach dem Krieg erfolgte Anfang der 50er Jahre eine Umgestaltung durch den Gartenbaudirektor Ernst (oder Anton?) Lohrer. In den 60er Jahren verwahrloste der Park und der Brunnen wurde durch Vandalismus beschädigt. Erst 1970 konnte der Brunnen wieder restauriert werden. Die ursprüngliche Gestaltung des Wasserbildes ist bei der Wiederherstellung nicht berücksichtigt worden. Die Putten in den Säulen wurden weggelassen und die Bronzefiguren, Hirsch, Reh und Kitz, durch Kalksteinplastiken von Katharina Szelinsky-Singer, die auch das Denkmal für die Trümmerfrauen in der Hasenheide schuf, ersetzt. Hierbei griff sie auf die Tradition des Namens Märchenbrunnen zurück und nannte die Plastiken »Brüderchen und Schwesterchen« und »Aschenputtel«.
Doch schon 1979 wurde die gesamte Anlage wegen fortschreitenden Vandalismus wieder stillgelegt. Erst in den Jahren 2000 und 2001 wurde die Brunnenanlage im Rahmen des »Brunnen-Sanierungsprogrammes-2000« umfangreich saniert. Die Gesamtkosten hierfür betrugen 1,47 Mio. DM.
In dieser Summe wurden neben der bautechnischen und künstlerischen Wiederherstellung auch die Instandsetzung aller wassertechnischen Anlagen, mit der gesamten Brunnen- und Umlauftechnik, einschließlich der notwendigen Sanierungsmaßnahmen für das Spiegelbecken, sowie die Neugestaltung der fehlenden Bronzeelemente berücksichtigt. Es wurde eine gemäßigt-historische Variante bei der Sanierung gewählt. Die Plastiken von Frau Szelinsky-Singer blieben und darüberhinaus wurde die Brunnenplastik mit wechselndem Licht von innen beleuchtet. Die Bronzeputten wurden von der Künstlerin Anna Bogouchevskaja neu gestaltet. Mit der Planung der Sanierung wurde das Architekturbüro Abelmann Vielain Pock (Flash-Alarm!) beauftragt. Seit September 2001 erstrahlen Park und Brunnen wieder im alten Glanz und die alten Platanen spiegeln sich im Wasserbecken.

Der Comenius - Garten

Der »Comenius-Garten« liegt im Böhmischen Dorf, dass sich entlang der Richardstraße zwischen Ganghoferstraße und Schöneweider Straße erstreckt. Benannt wurde der Garten nach dem Theologen und Pädagogen Johann Amos Comenius (1592-1670) - den letzten Bischof der Böhmischen Brüder. Comenius und andere Glaubensflüchtlinge aus Böhmen wurden1737 vom König Friedrich Wilhelm I. in Brandenburg-Preußen aufgenommen. Comenius lehrte ein Leben im Einklang mit der Natur als die Grundlage allen menschlichen Lernens. Auf dieser Idee basierend wurde der Garten1987 bis 19 92 von den Garten- und Landschaftsarchitekten Cornelia Müller, Elmar Knippschild, Jan Wehberg entworfen und räumlich ungesetzt. Auf 7 000 qm wurde ein Philosophen- und Schulgarten angelegt, aber auch öffentlich zugängliche Grünanlagen sind nutzbar. Die unterschiedlichen Räume des Gartens werden durch Pflanzen, Skulpturen, Wiesen und Wasserflächen gebildet. Zum 400. Geburtstag Comenius am 28.03.1992 stiftete die damalige tschechoslowakische Regierung ein Denkmal von Comenius, welches ebenfalls seinen Platz im Comenius-Garten fand und von Alexander Dubcek enthüllt wurde. Im Garten gibt es Führungen, die die gärtnerischen Sinnbilder erklären. Die Besucher können sich auch allein auf Entdeckungsreise machen, die Ruhe genießen und innehalten. Pflanzen die vielen vielleicht schon unbekannt sind, Obststräucher an deren Namen man sich nur noch schwach erinnern kann, all dass gibt es zu sehen. Ein Duft von Veilchen, Rosen und Kräutern liegt in der Luft und ein Pavillon – genannt Seelenparadies - lädt zum verweilen ein. Eine Bühne im Bereich der Anlage wird von Kindern und Jugendlichen gerne genutzt. An der nördlichen Begrenzungsmauer gibt es eine Galerie - Welt in Bildern. Der Comenius - Garten zeigt den Lebensweg des Menschen, alles ist liebevoll angelegt, jeder Bereich ist nach Comenius-Werken benannt. Der Garten ist Veranstaltungsort der 48h Neukölln. Um in den Garten zu gelangen, muss man den Summer auf der Innenseite der Gartenpforte an der Richardstraße benutzen!

Adressen und Hinweise: Comenius-Garten Richardstraße 35
12043 Berlin
Tel.: (0 30) - 6 86 61 06, Fax: (0 30) - 68 23 73 03
Mail: comenius-garten@t-online.de, Link: www.comenius-garten.de
Leiter: Henning Vierck
Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, U- und S-Bahnhof Neukölln Führungen durch das Böhmische Dorf und im Comenius-Garten nach Vereinbarung Förderkreis Böhmisches Dorf in Berlin-Neukölln e.V. Gegründet 1984 zum Erhalt des Böhmischen Dorfes und Träger des Comenius-Gartens Vorsitzender des Förderkreises: Manfred Motel, Kirchgasse 13-17, 12043 Berlin,
Telefon: (030) 68 80 91 21, Fax: (03 0) 687 60 24.
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